Estland

Fläche: 45 227 qkm
Bevölkerung: 1 342 409
Hauptstadt: Tallinn
mit 397 150 Einwohner
Bevölkerung:
68,6% Esten
31,4% andere
Offizielle Landessprache: Estnisch
Höchster Punkt:
Suur Munamägi 318 m
Inseln: Insgesamt 1521. Die beiden größten sind Saaremaa 2922 qkm und Hiiumaa 1023 qkm
Größter See:
Peipsi 3555 qkm
Längste Flüsse:
Pärnu 144 km
Kasari 112 km

Für eine Entdeckungsreise brauchen Sie nicht Afrika oder Australien aufzusuchen – der Norden Europas liegt näher! Dort finden Sie Estland – ein Land, das Abenteuer verspricht, die Sie nicht so schnell vergessen werden. –
Im Gegensatz zu jener Welt, die bis zum Überdruss verplant und reglementiert scheint, ist Estland erfrischend ursprünglich und natürlich geblieben. Hier gibt es Urwälder und Moore, die kaum je ein Mench betreten hat. Alte Gutshäuser und Burgen, unzählige Inseln sowie endlose weisse Sandstrände locken jedes Jahr Millionen von Touristen an. Die einheimischen Esten haben eine wechelhafte Geschichte erlebt. Sie verstehen sich gleichzeitig als fortschrittlich und geschichtsbewusst, aber auch als halsstarrig und standhaft. Ob es nun gut oder schlecht geht – froher Gesang hilft immer! Sie sind eingeladen, mitzuerleben, wenn auf der Tallinner Sängerwiese die Lieder von etwa 30 000 Menschen im Chor erschallen. Das ist ein Erlebnis! Nicht nur das finden Sie in Estland. Selbst in einem abgelegenen Dorf können Sie Bewohner antreffen, die so unbefangen im Internet surfen, wie sie ihre Kuh melken. So präsentiert sich die Gegenwart in Estland.


Tallinn

 

 

 


Reval – d.h. die Altstadt von Tallinn – ist eine der am besten erhalten gebliebenen Hansestädte der Ostseeküste. Die alten Gassen, die Plätze, die Stadtmauer – all`das ist so, wie vor Jahrhunderten. Viele Wohnhäuser und Speicher, die einst den Revaler Kaufleuten und Handwerkern gehörten, sind in ihrer ursprünglichen Schönheit noch heute attraktiv.

 

Die Häuser der Gilden (Zünfte), das Rathaus, das Arsenal, die Siechenhäuser und Speicher, die einst den Revaler Kaufleuten und Handwerkern gehörten, sind in ihrer ursprünglichen Schönheit noch heute attraktiv.
Neben der Altstadt lohnt sich ein Blick in den Kadriorg-Park mit seinem schönen Barockschoss aus dem Jahre 1723 – einst die Sommerresidenz der russischen Zaren und heute das Kunstmuseum Estlands. Nicht weit davin liegen die Sängerbühne, das Olympische Dorf in Pirita und die Ruinen des Brigittenklosters neben dem neuen Klostergebäude, das 12 Nonnen beherbergt. Von der Gaststätte im 190 m hohen Fernsehturm eröffnet sich ein wunderschöner Ausblick auf die ganze Stadt mit ihrer Umgebung.
Jedes Jahr entdecken etwa 3,5 Millionen Touristen Estland. Auch Sie sind hier herzlich willkommen!


 

 

Pärnu



ist ein Sommerparadies an der Ostsee mit endlosen Stränden, warmem Wasser, zahlreichen Parks und Alleen. Die Stadt hat aus ihrer 750-jährigen Geschichte viele Sehenswürdigkeiten bewahrt. Auffallend sind die renovierten Holzhäuser.

Pärnu ist die Sommerhauptstadt Estlands, wo zahlreiche traditionelle Festivals und Konzerte (auch unter freiem Himmel) stattfinden. Bekannt ist die Stadt auch durch ihre moderne Kunst.
Pärnu wird alljährlich von etwa 400 000 Gästen besucht, demgegenüber beherbergt es etwa 50 000 ständige Einwohner. Schon vor 165 Jahren wurde Pärnu als ein Urlaubs- und Kurort bekannt. Jedes Jahr kommen etwa 40 000 Menschen hierher zur Kur. Es gibt zahlreiche Sanatorien und Pensionen, die Schlammbadkuren anbieten. Verlockend ist auch die Umgebung mit ihren schönen Urwäldern und Mooren sowie dem 24 km langen Sandstrand.
Pärnu ist jedenfalls eine Reise wert!


 

 

Tartu

 



Die Stadt ist die älteste und zweitgrösste in Estland. Gegründet 1030, war sie eine wohlhabende Hansestadt – wie eine Brücke zwischen Ost und West. Gustav II. Adolf von Schweden gründete hier 1632 eine Universität. Tartu ist die Wiege der estnichen Kultur, der Wissenschaft, der Literatur, des Theaters, der Musik. Auch das erste gesamtestnische Sängerfest fand hier 1869 statt. Obwohl die Stadt mehrmals von Feinden zerstört wurde, ging sie immer wieder neu aus der Asche hervor.

 

Zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören der Domberg mit den Ruinen der Universität, die wiederaufgebaute Johanneskirche mit den seltenen Terrakotta-Skulpturen, das barocke Rathaus sowie die Engels- und die Teufelsbrücke.
Die Stadt der Jugend heisst sie willkommen!

 
 
 
 

 


 
 
 

Der Nationalpark Lahemaa

 
 
 



Wurde 1971 gegründet, um die charakteristischen Küsten und den Urwald Nordestlands zu schützen. Etwa 70% des Territoriums besteht aus Wäldern und Mooren. Die unberührte Natur mit einer reichen Flora und Fauna lassen die Hektik des Alltags in Vergessenheit geraten. Alte Fischerdörfer, renovierte Herrenhäuser oder eine unerwartete Begegnung mit Wild sind wertvolle Kontraste zum städtischen Lärm und Abgas. Im Herbst sind die farbigen Wälder voll von Beeren und Pilzen. Wer will, kann Kange Wanderungen machen, in einer alten Dorfwirtschaft Platz nehmen, versteinerte Unholde ansehen oder die Nester von Störchen bewundern. In der Ilumäe-Kapelle befinden sich die einzigartigen Familienwappen freier estnischer Bauern. Wer Interesse daran hat, erfährt auch Erlebnisse vom Kampf der estnischen Waldbrüder (Partisanen, die nach der zweiten Besetzung Estlands durch die Rote Armee – 1944 – die Sowjetmacht bekämpften).

 

Sehenswert ist auch KÄSMU, der Wohnort estnischer Kapitäne sowie das stille Fischerdorf VIINISTU, wo sich das grösste private Museum für estnische Kunst befindet. Lahemaa (deutsch: Das Land der Buchten) ist schön zu jeder Jahrezeit!
Die unberührte Natur und die Stille üben eine grosse Anziehungskraft auf Tausende von Menschen aus, die von nah fern auf die Insel strömen.


 

 
 

Die Insel Kihnu



Kihnu ist die grösste Insel der Rigaer Bucht. Ihre Fläche umfasst 16,38 km2. Touristen, die Insel besuchen wollen, müssen abgehärtet sein, da schon die Überfahrt vom “grossen Land” stürmisch sein kann. Zudem erfolgt die Rundfahrt auf der Insel in einem offenen LKW, mit dem Fahrrad oder zu Fuss. Da die Inselbewohner lange Zeit isoliert waren, haben sie ihre Mundart und viele alte Sitten bewahrt. Selbst im Alltag werden noch traditionelle Volkstrachten getragen. Seit dem jahre 2003 steht die ganze Insel unter dem Schutz der UNESCO.


Die Insel Saaremaa

 


Die Insel Saaremaa (3000 km²) mit ihren 40 000 Einwohnern liegt an der Westküste Estlands und in der Mitte der Ostsee-Region. Die Hauptstadt Kuressaare ist ungeachtet seiner nur 16 000 Einwohner eines der meistbesuchten Touristenzentren Estlands. In den letzten Jahren besuchten jährlich über 200 000 Gäste die Stadt. Nicht nur die einzige, vollständig erhaltene Bischofsburg des Baltikums aus dem 13. Jahrhundert, sondern auch die unberührte Natur und Stille üben eine grosse Anziehungskarft auf Tausende von Menschen aus, die von nah und fern auf die Insel strömen.


Das Freilichtmuseum

Rocca al Mare – Felsen am Meer – ist der Name eines Grundstücks, das einst einem Revaler Kaufmann gehörte. Seit dem Jahre 1957 befindet sich hier das Freilichtmuseum Estlands. Auf einem Territorium von mehr als 70 ha bekommt man einen Überblick, wie die estnischen Bauern vor etwa 200 Jahren gelebt haben. Ein wunderschöner Park in einer abwechslungsreichen Landschaft mit alten Bauernhäusen, einer Dorfkirche, einer Schule, einer Wasser- und einer Bockmühle sowie die Steilküste laden Sie zu einem Spaziergang ein. Nach einer anstrengenden Wanderung kann man in einer Dorfwirtschaft Rast machen und der Aufführung einer Folklore-Gruppe beiwohnen. Am Eingang des Museums befindet sich ein Souvenirladen mit reicher Auswahl.